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Jazzclub startet durch

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Jazzclub Garbsen nimmt Konzertbetrieb nach Corona-Pause wieder auf

Verein darf übergangsweise die Aula am Planetenring nutzen/ Chapeau Manouche spielen am 28. August

Garbsen. Die Zeit ohne Kulturveranstaltungen in Garbsen hat bald ein Ende: Als einer der ersten Kulturveranstalter nimmt der Jazzclub Garbsen am Freitag, 28. August, den Betrieb wieder auf – nach einer dann fünfmonatigen Corona-Zwangspause. Seit Mitte März musste der Verein alle geplanten Konzerte in der Tagesstätte Balance und auch die Garbsener Jazztage in Hesses Ziegeleischeune absagen.

Auch wenn die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln in diesen beiden Veranstaltungsräumen derzeit nicht umzusetzen seien – eine neue Kooperation mit der Stadt Garbsen macht nun die Planung der aktuellen Konzertsaison wieder möglich – mit den derzeit geltenden Corona-Regeln. „“Wir dürfen übergangsweise die Aula des Schulzentrums am Planetenring 7 für die nächsten Konzerte nutzen“, sagt Bodo Schmidt, Vorsitzender des Jazzclubs Garbsen, erfreut.

Erstes Konzert ist der Auftritt des Sinti-Swing-Ensembles Chapeau Manouche am 28. August, 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr. Ursprünglich war das Konzert für den 14. März geplant – dann kam Corona. Der Vorverkauf ist eröffnet.

In mehreren Gesprächen haben Schmidt und sein Stellvertreter Dieter Barsch Garbsens Bürgermeister Christian Grahl sowie Vertreter der städtischen Kulturabteilung von ihrem Konzept überzeugen können. Der Verein garantiert unter anderem die Desinfektion der Räume, legt Kontaktformulare für die Gäste aus. Zudem gibt es wegen der Abstandsregeln Tische mit maximal vier Plätzen, auf Wunsch auch einzelne Stühle. „Auch bei der Bewirtung mit Getränken und Snacks werden die Regeln selbstverständlich eingehalten“, so Schmidt.

Der Aufwand sei hoch, so Barsch. „Aber wir sind so froh, dass wir mit diesem Veranstaltungsraum wieder planen können – großen Dank an die Stadt.“ Viele Mitglieder und Freunde des Jazzclubs hätten bereits gefragt, wann der Konzertbetrieb denn weiter ginge. Und auch die Künstler freuten sich sehr auf ihre Auftritte. „Wir haben fast alle coronabedingt ausgefallenen Konzerte verlegen können“, so Schmidt.

„Sobald es möglich ist und nach Eindämmung der Corona-Pandemie werden unsere Konzerte natürlich wieder bei Balance und in der Ziegeleischeune geplant“, betont der Vorsitzende. „Beide Räume punkten mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre.“

Sinti-Swing- Ensemble spielt in der Aula

Chapeau Manouche, das sind zwei Gitarren und ein Kontrabass. In dieser für Jazzmusik ungewöhnlichen Instrumentation erklingt die Musik des Sinti-Swing-Ensembles aus Oldenburg. Die Musiker haben hat sich dem konzertanten Sinti-Swing zwischen Tradition und Moderne verschrieben. Angelehnt an die Swingmusik Django Reinhardts der Zwanziger- und Dreißigerjahre umfasst das Repertoire der Band Chanson- und Swingklassiker dieser Zeit.

Aber auch moderne Jazzstandards weiß die Gruppe zu interpretieren. Die Gitarristen Manolito Steinbach und Wilhelm Magnus verleihen diesen Stücken mit ihrem typischen Rhythmus- und Sologitarren den unverkennbaren Klang des Sinti-Swing. Der gebürtige Berliner Steinbach lernte als Kind einer Musikerfamilie bereits früh das Gitarrenspiel. Besonders beeinflusste ihn hierbei sein Cousin, der renommierte Sinti-Musiker Haensche Weiss.

Er spielte unter anderem an der Seite von so namhaften Sintimusikern wie Martin Weiss und Janko Lauenberger. Die im Jazz seltene Geige, bei Chapeau Manouche gespielt von Clemens Schneider, verfeinert den Klang des Ensembles. Und Bassist Benjamin Bökesch gießt mit seinem erdenden Spiel das Fundament dieser mitreißenden und lebensfrohen Swingmusik.

Karten für das Konzert mit Chapeau Manouche kosten 17, ermäßigt 15 Euro. Reservierungen sind möglich unter Telefon (01 77) 96 01 2 73, im Internet auf www.jazzclub-garbsen.de und, soweit verfügbar, an der Abendkasse. Mehr lesen Sie im Internet auf www.chapeau-manouche.de.

Quelle: Pressemitteilung des Jazzclubs Garbsen / Jutta Grätz