Ausstellung von Anna Lavrova möchte den Blick auf eher unbeliebte Tiere lenken.
GARBSEN (stp). Die Künstlerin Anna Lavrova ist aktuell mit einer farbenreichen Werkserie in einer kleinen Ausstellung im Rathaus der Stadt Garbsen vertreten. Unter dem Titel ihres aktuellen Projekts „Beauty of the unloved“ widmet sie sich einem oft übersehenen Thema: Stadttauben im urbanen Raum. „Diese Ausstellung eröffnet neue Blickwinkel und Perspektiven“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano.
Die Ausstellung zeigt eine Mixed-Media-Serie, die Elemente aus Pop-Art und Realismus miteinander verbindet. Lavrova stellt dabei die Schönheit und Individualität der Tiere in den Mittelpunkt und möchte bewusst mit gängigen Vorurteilen aufräumen. Ihr Ziel ist es, Aufmerksamkeit für eher unbeliebte Tiere zu schaffen und die Wahrnehmung der Betrachterinnen und Betrachter nachhaltig zu verändern.
Lavrova wurde am 3. Juli 2000 in Moskau geboren. Nach einem Studium der Psychologie (2018–2022) sowie Medien- und Instruktionspsychologie (2022–2024) verbindet sie heute wissenschaftliche Erkenntnisse über Wahrnehmung und Emotion mit ihrer künstlerischen Arbeit. Bereits in ihrer Kindheit entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Malerei, unter anderem in Kunstkursen bei der Garbsener Künstlerin Gabriele Rinkleff.
Ihre Arbeiten sind geprägt von einem besonderen Interesse daran, wie Menschen sehen, fühlen und reagieren. Dieses Wissen fließt gezielt in ihre Kunst ein. In ihrem aktuellen Projekt beschäftigt sie sich intensiv mit Stadttauben – Tieren, die oft als störend empfunden werden, obwohl sie seit Jahrhunderten eng mit dem Menschen verbunden sind. Lavrova möchte durch ihre Werke Empathie fördern und neue Perspektiven eröffnen.
Es handelt sich um die zweite von in diesem Jahr insgesamt vier Ausstellungen im Rathaus, die lokalen und regionalen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten. Sowohl professionelle Kunstschaffende als auch Laien erhalten die Möglichkeit, ihre Werke aus unterschiedlichen Bereichen – von Malerei über Fotografie bis hin zu grafischen Techniken – der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch für das kommende Jahr sind wieder Ausstellungen geplant. Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich vormerken lassen, indem sie eine E-Mail an kulturfoerderung@garbsen.de senden.
Die aktuelle Ausstellung befindet sich im Untergeschoss neben dem Eingang zum Restaurant Rathausterrassen und kann während der Öffnungszeiten des Rathauses noch bis Ende Juni kostenfrei besucht werden.
