Engagierte Garbsenerin wird für Lese- und Sprachförderung sowie Integration ausgezeichnet.
GARBSEN (stp). 20 Jahre soziales Engagement: Die Garbsenerin Helga Kiefeld hat jetzt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Das Bundesverdienstkreuz wurde ihr im Regionshaus von der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz überreicht. Bürgermeister Claudio Provenzano betonte in seiner Laudatio: „Die Stadt Garbsen ist stolz darauf, dass Menschen wie Helga Kiefeld unsere Stadt prägen. Mit Respekt. Mit Geduld. Mit echtem Interesse.“ Kiefeld habe nicht nur viel Zeit ins Ehrenamt investiert, sondern echtes Vertrauen geschaffen. „Und Vertrauen ist die wichtigste Grundlage für Zusammenhalt in einer Stadt“, so der Bürgermeister.
Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2006 hat Kiefeld die Lese- und Sprachförderung in Garbsen ein großes Stück vorangebracht. Als Gründungsmitglied des Vereins Leselust hat sie zahlreicher Projekte initiiert und begleitet – unter anderem die Lesetaschen-Aktion für Erstklässler, offene Bücherschränke und Vorlesepatenschaften. Als Vorsitzende prägte sie den Verein von 2006 bis 2023 durch ihre gewissenhafte Organisation und mitreißende Art. Seit Jahren koordiniert Kiefeld den bundesweiten Vorlesetag, der beträchtlichen Anteil daran hat, dass Garbsen den Titel „Vorlesestadt“ erhalten hat.
Auch um die Integration hat sich die starke Frau verdient gemacht: Im Interkulturellen Frauen-Erzählcafé von „Wake-Up“ engagierte Kiefeld sich von 2014 bis 2019 und leitete dort ehrenamtlich den Sprachkurs „Deutsch sprechen im Alltag“. Mit Empathie und pädagogischem Feingefühl gestaltete sie kreative Lernsituationen, die Frauen halfen, sich im Alltag sicherer zu bewegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
2023 ehrte Regionspräsident Steffen Krach Kiefeld für ihren Einsatz im Rahmen der Veranstaltung „Ehrenamt im Fokus“. Die Stadt Garbsen zeichnete Kiefeld 2024 bei ihrem Neujahrsempfang für ihre besonderen Verdienste aus.
