Garbsener Autorin schildert ihre Moskauer Kindheit in den Achtzigern
GARBSEN (stp). In ihrem Buch „Dann eben Plan B“ schildert Katia Tangian den Alltag in der UdSSR der Achtzigerjahre durch die Augen einer Zehnjährigen. Die Garbsener Autorin ist am Donnerstag, 26. November, um 19.30 Uhr mit einer Lesungin der Stadtbibliothek Garbsen zu Gast. Eintrittskarten zum Preis von acht Euro sind jetzt in der Stadtbibliothek und auf www.garbsen.de/onlinetickets erhältlich.
Katia Tangian, geboren 1975 in Moskau, lebt seit 1990 in Deutschland. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Bochum sowie der Freien Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf promovierte sie in Kunstgeschichte. Sie arbeitete als Universitäts- und Museumsdozentin und ist aktuell als Lehrerin an einem Gymnasium bei Hannover tätig.
Und darum geht es in dem Buch: Die Sommerferien verbringt sie mit der Familie in einem Schriftstellerdorf bei Moskau. Momenthaft dringt die Realität des Sowjetstaats in das Leben der Kinder ein: Ein im Krieg versehrter Autor schreibt mit amputierten Unterarmen Kinderbücher, der kleine Viktor will später Militärarzt werden. Ljoschka und Fedja spielen „Russen gegen Nazis“ und all das unter dem wachsamen Blick der allgegenwärtigen Milizionäre.
„Dann eben Plan B“ zeigt, wie die Kinder unter dem Damoklesschwert des Sowjetstaates Abenteuer suchen und finden, und wie sie die Regeln der Eltern und Gesellschaft kreativ unterlaufen. Ein Buch, das unbekümmert wirkt und doch Linien bis in die heutige Zeit zieht.
