Aktuelles Kommunales

Ein Vorbild für gegenwärtige und kommende Generationen: Gertraude Kruse erhält das Bundesverdienstkreuz

Region Hannover

Feierliche Aushändigung am Freitag, 24. April, 15 Uhr, im Regionshaus

Region Hannover/Pattensen, 24.04.2026. Für ihr langjähriges kommunalpolitisches und gesellschaftliches Wirken wird Gertraude Kruse aus Pattensen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zur feierlichen Übergabe durch den Ersten Regionsrat Jens Palandt am

am Freitag, 24. April, 15 Uhr,
im Haus der Region Hannover, Raum 62,
Maschstraße 25, 30169 Hannover,

sind Medienvertreter*innen herzlich eingeladen. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: presse@region-hannover.de.

Gertraude Kruse hat sich in herausragender Weise in der Kommunalpolitikund für das Gemeinwohleingesetzt und über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche Miteinander in der Region Hannover geprägt.

Ihr Wirken erstreckte sich auf die kommunale, regionale und landesweite Ebene, wobei sie stets Menschlichkeit, Klarheit, Integrität und Verantwortungsbewusstsein in den Mittelpunkt stellte. Ihre politische Laufbahn begann 1981 als Kreistagsabgeordnete für die SPD im damaligen Landkreis Hannover (heute Region Hannover). Von 1986 bis 1991 war sie Ratsmitglied der Stadt Pattensen, wo sie als finanzpoli­tische Sprecherin besondere Verantwortung übernahm. Anschließend wirkte sie von 1990 bis 1998 als Mitglied des Niedersächsischen Landtags. In den Jahren 1996 bis 1998 stand sie dem Landkreis Hannover als ehrenamtliche Landrätin vor, bevor sie 1998 bis 2003 hauptberuflich das Amt der Regierungspräsidentin im damaligen Regierungsbezirk Hannover übernahm.

In diesen Positionen hat Gertraude Kruse stets Politik für die Menschen gestaltet. Sie zeichnete sich durch Dialogbereitschaft, Standhaftigkeit und Verlässlichkeit auch in schwierigen Situationen aus. Als eine der ersten Frauen in einer hohen politischen Führungsposi­tionen der öffentlichen Verwaltung zeigte sie Mut, Durchsetzungsfähigkeit und große fachliche Kompetenz. Es gelang ihr, über Parteigrenzen hinweg tragfähige Lösungen zu entwickeln. Damit war sie Vorbild und Wegbereiterin in einer Zeit, in der Führungs­rollen fast ausschließlich männlich geprägt waren.

Nach ihrer aktiven politischen Laufbahn setzte Gertraude Kruse ihr Engagement im Ehren­amt fort. Sie unterstützte noch weit über ihren 80. Geburtstag hinaus die Tafel in Pattensen. Außerdem war sie Mitinitiatorin und prägende Mitstreiterin der Pattenser Stol­perstein-Initiative zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus. Zudem engagierte sie sich von Beginn an in der Ökologischen Schutzstation Mittleres Leinetal (ÖSML) und gestaltete deren Gründung im Jahr 2012 maßgeblich mit. Von 2012 bis 2019 war sie erste Vorsitzende der ÖSML. Durch ihre Initiative konnte eine verlässli­che Finanzierung und nachhaltige Entwicklung gesichert werden. Heute gilt die Station als fester Bestandteil des landesweiten Netzes ökologischer Einrichtungen. In Aner­kennung ihrer besonderen Verdienste wurde Gertraude Kruse 2024 zur Ehrenvor­sitzenden der ÖSML ernannt.

Die Stadt Pattensen würdigte Gertraude Kruse im Jahr 2025 und ernannte sie als erste Frau in der über tausendjährigen Geschichte der Stadt zur Ehrenbürgerin. Bereits zuvor erhielt Kruse die Willy-Brandt-Medaille der SPD. Diese Anerkennungen spiegeln die große Wertschätzung wider, die Gertraude Kruse aufgrund ihres unermüdlichen Einsat­zes, ihrer Tatkraft und ihrer menschlichen Haltung bis heute erfährt. Ihr Lebensweg steht beispielhaft für ein Engagement, das weit über Ämter und Funktionen hinaus­reicht. Gertraude Kruse hat gezeigt, wie politische Verantwortung, ehrenamtlicher Einsatz und persönliche Integrität eine Gesellschaft nachhaltig prägen können. Damit ist sie ein Vorbild für gegenwärtige und kommende Generationen.