Bürgermeister und Stadtbaurat präsentieren Großprojekte unter dem Motto „Zukunft findet Stadt“.
GARBSEN/MÜNCHEN (stp). Garbsen wächst – und die Stadt will dieses Wachstum aktiv gestalten. Auf der internationalen Immobilienleitmesse Expo Real in München hat die Garbsener Delegation ihre Zukunftsprojekte präsentiert und um starke Partner für deren Umsetzung geworben. Bürgermeister Claudio Provenzano und Stadtbaurat Olaf Freitag nutzten gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Christian Peters die drei Messetage für Gespräche mit Investoren, Projektentwicklern und Unternehmen der Immobilienbranche. Die Resonanz auf die Garbsener Projekte war dabei groß. „Wir wollen unser Wachstum aktiv gestalten. Dafür brauchen wir starke Partner, mit denen wir gemeinsam die Zukunft unserer Stadt entwickeln können. Die Expo Real bietet uns dafür die richtige Plattform“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano und fügt hinzu: „Garbsen hat viel vor. Wir wollen nicht einfach nur wachsen, sondern die Entwicklung unserer Stadt vorausschauend gestalten. Unsere Projekte zeigen, dass wir konkrete Perspektiven bieten – für Investoren, für Unternehmen und vor allem für die Menschen, die in Garbsen leben und künftig hier leben werden.“
Unter dem Leitgedanken „Zukunft findet Stadt – Zukunft findet Garbsen“ stellte Provenzano gemeinsam mit Stadtbaurat Freitag die wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt vor. Im Mittelpunkt standen dabei die Entwicklung der neuen Stadtmitte, das Wohnquartier „An den Eichen“ sowie der geplante Neubau der IGS Garbsen und der Grundschule Garbsen-Mitte.
Mit dem Projekt „mit[t]einander garbsen“ entwickelt die Stadt auf rund 5,6 Hektar einen modernen urbanen Mittelpunkt. Vorgesehen sind unter anderem Wohnungen, Gastronomie, Dienstleistungen und Nahversorgung sowie großzügige öffentliche Freiräume. Der künftige neue Stadtbahnanschluss soll das Quartier zusätzlich an den öffentlichen Nahverkehr anbinden. Ein zentrales Ziel ist ein lebendiger Stadtraum, in dem Mobilität, Wohnen, Arbeiten und Aufenthalt miteinander verbunden werden.
Auch das Wohnquartier „An den Eichen“ bietet konkrete Perspektiven für Investoren und Projektentwickler. Auf rund neun Hektar sollen etwa 600 Wohnungen in unterschiedlichen Wohnformen entstehen. 30 Prozent der Wohnungen sind als öffentlich geförderter Wohnraum vorgesehen. Die Stadt hat das Interessensbekundungsverfahren gestartet. Die Ausschreibung der Baufelder ist für Dezember 2026 beziehungsweise Januar 2027 vorgesehen. „An den Eichen zeigt sehr deutlich, wie wir in Garbsen Wachstum mit einer hohen Lebens- und Aufenthaltsqualität verbinden wollen“, so Provenzano.
Ein weiteres Großprojekt ist der geplante Schulcampus für rund 2.000 Schülerinnen und Schüler. Auf einer Fläche von rund neun Hektar soll in Garbsen-Mitte ein zukunftsweisender Bildungsstandort entstehen, der die neue IGS, die Grundschule Garbsen-Mitte und das Musikhaus miteinander verbindet. Rund 32.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sind vorgesehen. Eine neue Energiezentrale sowie eine Wärmeversorgung über Geothermie und Wärmepumpen unterstreichen den nachhaltigen Anspruch des Projekts.
Neben den langfristigen Entwicklungsperspektiven standen auf der Expo Real auch konkrete Vorhaben der kommenden Jahre im Mittelpunkt der Gespräche. Dazu zählten insbesondere die geplanten neuen Feuerwachen sowie weitere Projekte im Wohnungsbau. Die Delegation aus Garbsen führte hierzu konstruktive und ergiebige Gespräche mit renommierten Unternehmen der Immobilienbranche und informierte über bevorstehende Ausschreibungen. „Wir haben sehr gute Gespräche geführt. Unsere Projekte stoßen auf großes Interesse, und wir rechnen mit guten und tragfähigen Angeboten“, sagt Provenzano.
Die Stimmung auf der Messe war ausgesprochen positiv. Die Expo Real war in diesem Jahr gut besucht und wurde von der Stadt genutzt, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Partnerschaften anzubahnen. Garbsen präsentierte sich dabei erneut am Gemeinschaftsstand der Region Hannover auf dem Stand des Landes Niedersachsen.
Die Expo Real in München ist Europas größte B2B-Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Immobilienbranche und Wissenschaft nutzen die Messe, um Projekte vorzustellen, Investitionen anzubahnen und neue Kooperationen zu entwickeln. Für Garbsen ist die Messe damit ein wichtiger Bestandteil der Standort- und Wirtschaftsförderung.
