Vortrag von Prof. Dr. Tine Stein am 11. Juni im Haus der Region Hannover
Hannover, 04.06.2026. Die konstitutionelle Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland zeichnet sich durch eine besondere Qualität aus: Sie kann als eine wehrhafte Demokratie verstanden werden. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Scheiterns der Weimarer Republik sind im Grundgesetz zahlreiche Regelungen eingefügt, die die demokratische und freiheitliche Ordnung vor Angriffen durch Gegner*innen dieser Ordnung schützen sollen. Angesichts der autoritär-populistischen Bewegung der Gegenwart gewinnen diese Regelungen erneut an Relevanz. Die aktuelle Herausforderung der Poly-Krise – beispielsweise mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder dem Klimawandel – ist aber so tiefgreifend, dass es noch weiterer Anstrengungen bedarf, damit die deutsche Demokratie wehrhaft ist. Resilienz, die sowohl eine politisch-institutionelle als auch ethische Dimension der Krisenbewältigung umfasst, ist notwendig.
In ihrem Vortrag am 11. Juni im Haus der Region Hannover geht Prof. Dr. Tine Stein auf die Wehrhaftigkeit im Grundgesetz, die Diagnose der Poly-Krise und Resilienz als Strategie der Krisenbewältigung ein. Sie ist seit 2018 Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der demokratische Verfassungsstaat sowie dessen normative Grundlagen vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen. Tine Stein ist Co-Herausgeberin der Zeitschrift DER STAAT sowie Mitglied des Beirats der „Zeitschrift für Politik”.
Wann: Donnerstag, 11. Juni 2026, 19 Uhr
Wo: Haus der Region, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover
Eintritt: frei
