Garbsener Radsportler meistern das legendäre „Everesting“ an der Alpe d’Huez
Der Mount Everest ist 8.848 Meter hoch. Wer diese Höhe mit dem Fahrrad überwinden möchte, braucht normalerweise ein Flugzeug – oder extrem viel Ausdauer. Zwei Garbsener Radsportler haben es jetzt auf die wohl härteste Art geschafft: Michal Kovacik und Marian Grassmann haben an der legendären Alpe d’Huez in den französischen Alpen das sogenannte Everesting erfolgreich absolviert – 8.848 Höhenmeter auf einem einzigen Berg, aus eigener Muskelkraft und in knapp 18 Stunden im Sattel.
In der ersten Septemberwoche waren einige Radsportler des Garbsener SC & Friends zum Trainingslager in den französischen Alpen unterwegs. Die Tour führte über einige der berühmtesten Pässe der Tour de France: den Col de la Madeleine, Col de l’Iseran, Col du Télégraphe und Col du Galibier. Spektakuläre Gletscher, Wasserfälle und gewaltige Bergmassive sorgten für eine Traumkulisse – die Anstiege allerdings verlangten den Fahrern alles ab.
Für Kovacik und Grassmann sollte das Trainingslager jedoch mit einer ganz besonderen Herausforderung enden. An der Alpe d’Huez, einem der berühmtesten Anstiege des internationalen Radsports, nahmen sie sich das Everesting vor. Der Anstieg ist rund 15,5 Kilometer lang und weist durchschnittlich etwa acht Prozent Steigung auf.
Das Prinzip klingt zunächst simpel, ist aber eine brutale Ausdauerprüfung: Ein und denselben Berg so oft hinauffahren und wieder hinunterfahren, bis in der Summe 8.848 Höhenmeter erreicht sind – exakt die Höhe des Mount Everest.
Die beiden Garbsener starteten weit vor Sonnenaufgang im Dunkeln. Runde für Runde ging es die Alpe d’Huez hinauf. Was folgte, war ein unerbittlicher Kampf gegen die Steigung, gegen die Müdigkeit und vor allem gegen die eigene Erschöpfung. Während die Stunden vergingen, wurde aus einer sportlichen Herausforderung zunehmend eine mentale Prüfung. Doch Aufgeben war keine Option.
Nach knapp 18 Stunden im Sattel war es geschafft: Michal Kovacik und Marian Grassmann hatten tatsächlich die 8.848 Höhenmeter geknackt und damit ihr persönliches Everesting erfolgreich absolviert. Ihr Motto auf dem Weg zum Gipfel passte dabei besser nicht:
„DON’T STOP WHEN YOU’RE TIRED. STOP WHEN YOU’RE DONE.“
Eine Leistung, die eindrucksvoll zeigt, was möglich ist, wenn Ausdauer, Willenskraft und die Bereitschaft zusammenkommen, auch dann weiterzufahren, wenn die Beine längst etwas anderes sagen.
