Schlussrechnung liegt bei rund 490.000 Euro
GARBSEN (stp). Die Stadt Garbsen informiert über die Gesamtkosten der baulichen Sicherheitsmaßnahme auf dem Rathausplatz. Nach Vorliegen der Schlussrechnung belaufen sich die Kosten für das Gesamtprojekt auf rund 490.000 Euro. Bereits im November hatte die Stadt über den Einbau moderner Sicherheitspoller und ergänzender baulicher Schutzmaßnahmen informiert. Die seinerzeit genannten Kosten bezogen sich auf die sichtbaren Hauptkomponenten – Polleranlage und Betonschutzwand. Inzwischen liegen alle Abrechnungen für zusätzliche, zwingend notwendige Begleit- und Anschlussarbeiten vor, die nun in die Gesamtkosten einfließen. Dazu zählen unter anderem umfangreiche Boden- und Aushubarbeiten, der Bau massiver Betonfundamente, technische Zusatzelemente wie Schaltschränke, Funkempfänger und Sender für die versenkbaren Poller sowie weitere sicherheitsrelevante Installationen. Diese Leistungen sind Voraussetzung dafür, dass die Anlage ihre Schutzwirkung zuverlässig erfüllen kann.
„Eine Anlage, die im Ernstfall auch den Aufprall eines schweren Fahrzeugs aufnehmen und stoppen kann, hat ihren Preis. Sicherheit lässt sich nicht mit Provisorien erreichen. Wer einen zentralen Veranstaltungsort heutzutage wirksam schützen will, braucht eine technisch ausgereifte und äußerst stabile Lösung”, sagt Stadtbaurat Olaf Freitag. Der Rathausplatz ist regelmäßig Schauplatz von Veranstaltungen wie Konzerten der Reihe GarbsenLive, Sportereignissen und dem Garbsener Weihnachtszauber. Ziel der Maßnahme ist es die Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer zu erhöhen sowie das unberechtigte Befahren des Platzes zu verhindern und so Besucherinnen und Besucher bestmöglich zu schützen. Moderne Polleranlagen dieser Art können dazu beitragen, vorsätzliche Angriffe mit Fahrzeugen abzuwehren und schwere Unfälle zu verhindern.
Hinweise auf konkrete Gefährdungen gibt es für Garbsen nicht. Die Stadt handelt vorsorglich und verantwortungsbewusst – auf Grundlage der Erfahrungen aus anderen Kommunen und in enger Abstimmung mit der Polizeiinspektion Garbsen sowie dem Landeskriminalamt Niedersachsen. Aufgrund von Hinweisen der Sicherheitsbehörden wurde die anfänglich geplante Zahl der Poller erhöht.
„Es ist bedauerlich, dass solche Sicherheitsvorkehrungen heutzutage notwendig sind“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano und fügt hinzu: „Aber die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger steht für uns über allem. Diese Investition ist gut angelegtes Geld – für sichere Veranstaltungen, für einen geschützten Rathausplatz und für das Vertrauen der Menschen, die sich hier aufhalten.“ Mit der umgesetzten Maßnahme ist Garbsen im Bereich der technischen Veranstaltungssicherung sehr gut aufgestellt. Auch in anderen mit Garbsen vergleichbaren Städten sind in der jüngeren Vergangenheit technische-bauliche Maßnahmen realisiert worden, um Innenstadtbereiche und Veranstaltungsflächen wirksam zu schützen. Darunter zum Beispiel in Minden, in Bad Kreuznach oder in Lörrach. Die Stadt Garbsen geht diesen Schritt bewusst, vorausschauend und im Interesse der öffentlichen Sicherheit.
Insgesamt wurden 21 Poller installiert, davon sieben hydraulisch versenkbar. Ergänzt wird die Anlage durch eine Betonschutzwand an der Westseite des Platzes, die noch begrünt wird. Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende können den Rathausplatz weiterhin uneingeschränkt passieren, Einsatz- und Rettungsfahrzeuge haben im Bedarfsfall jederzeit Zugang.

