Soziales Umweltschutz

Amphibienschutz in Garbsen: Umweltminister Meyer informiert sich vor Ort – langfristige Querungshilfen im Fokus

Wie jedes Frühjahr sind auch in Garbsen wieder zahlreiche Ehrenamtliche im Einsatz, um Kröten, Frösche und Molche sicher über die Straßen zu bringen. Auf Einladung der Grünen Garbsen informierte sich der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des NABU sowie Aktiven vor Ort über die aktuelle Amphibienwanderung und die Schutzmaßnahmen im Stadtgebiet.

An einem der aufgebauten Amphibienschutzzäune erläuterte Waldemar Wachtel vom NABU die praktische Arbeit der Helferinnen und Helfer. Während der Wanderzeit werden täglich Tiere entlang der Zäune eingesammelt und sicher zu ihren Laichgewässern gebracht. Die Teilnehmenden konnten sich direkt vor Ort ein Bild davon machen, welche Wege die Amphibien zurücklegen, wo Gefahrenstellen liegen und an welchen Punkten Tiere besonders häufig eingesammelt werden müssen.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie der Schutz langfristig verbessert werden kann. Deutlich wurde, dass temporäre Schutzzäune eine wichtige Sofortmaßnahme sind, jedoch jedes Jahr erneut aufgebaut werden müssen und einen hohen ehrenamtlichen Aufwand erfordern. Diskutiert wurden daher dauerhafte Querungshilfen wie Amphibientunnel mit festen Leiteinrichtungen, die sowohl die Tiere besser schützen als auch die Ehrenamtlichen entlasten könnten.

„Die Amphibienzäune zeigen eindrucksvoll, wie viel ehrenamtliches Engagement im Naturschutz steckt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass wir langfristige Lösungen brauchen, um Tiere dauerhaft zu schützen und die Helferinnen und Helfer zu entlasten“, erklären die Grünen Garbsen.

An dem Termin nahmen neben Umweltminister Christian Meyer auch die Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo-Hartmann, Waldemar Wachtel sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des NABU teil. Für Bündnis 90/Die Grünen Garbsen waren die Sprecherin Jessica Peine, Sprecher Lars Burdorf, Vorstandsmitglied Regina Wildermuth sowie weitere Mitglieder und Interessierte vor Ort. Der Austausch zwischen Landespolitik, Ehrenamt und kommunal Engagierten stand dabei im Mittelpunkt.

Im Anschluss wurde das Gespräch im Grünen Zentrum Garbsen fortgesetzt. Dort ging es um weitere konkrete Ansätze für mehr Natur- und Umweltschutz im Alltag der Menschen vor Ort. Diskutiert wurden unter anderem kommunale Hitzeschutzmaßnahmen, Verbesserungen im Artenschutz sowie die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Kommune und Land. Darüber hinaus standen ganz praktische Fragen im Fokus: Welche Pflanzen unterstützen Bestäuber und sind gleichzeitig pflegeleicht? Wie können Bürgerinnen und Bürger bei der Umgestaltung von Schottergärten unterstützt werden? Und welche Maßnahmen helfen konkret beim Igel- und Baumschutz im Stadtgebiet?

Der Besuch machte deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Ehrenamt, Zivilgesellschaft und Politik für den Natur- und Artenschutz vor Ort ist. Gleichzeitig wurde der gemeinsame Anspruch formuliert, neben strategischen Zielen auch konkrete, alltagstaugliche Maßnahmen umzusetzen, die unmittelbar in den Stadtteilen wirken.