Starkes Netzwerk für Ausbildung, Beratung und Zukunft des Handwerks
GARBSEN (stp). Im Rahmen seiner Reihe von Unternehmensbesuchen hat der Bürgermeister heute die Innung des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen Mitte und Osnabrück an der Dieselstraße in Berenbostel besucht. Vor Ort tauschte er sich mit Geschäftsführer Alexander Kreye über die vielfältigen Aufgaben der Innung sowie die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Branche aus. „Die Kfz-Innung ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie gut organisierte Handwerksstrukturen Betriebe konkret unterstützen können – von der Ausbildung bis zur betriebswirtschaftlichen Beratung“, betonte der Bürgermeister im Anschluss an den Termin.
Die Innung, die vor über 75 Jahren gegründet wurde und heute rund 600 Mitgliedsbetriebe zählt, ist die größte Kfz-Innung in Norddeutschland. Seit den Neunzigerjahren hat sie ihren Hauptsitz in Garbsen und betreut von dort sowie von Osnabrück aus ein breites Netzwerk an Betrieben. Geschäftsführer Alexander Kreye stellte insbesondere die zentrale Rolle der Innung in der Ausbildung heraus: Rund 1.800 Auszubildende werden derzeit betreut. Die Innung organisiert das Prüfungswesen für die Ausbildungsberufe Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufmann und fungiert als wichtiges Bindeglied zwischen Betrieben, Berufsschulen und Auszubildenden. Auch die Nachwuchsgewinnung und Berufsorientierung sind zentrale Aufgabenfelder.
Darüber hinaus unterstützt die Innung ihre Mitgliedsbetriebe in rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen – etwa im Arbeits- und Tarifrecht, bei Existenzgründungen oder bei der Nachfolgeplanung. Auch bei der Beantragung von Fördermitteln steht sie beratend zur Seite. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf hoheitlichen Aufgaben wie der Überwachung von Prüfungsstützpunkten für Abgasuntersuchungen und Sicherheitsprüfungen sowie der Zertifizierung von Altautoannahmestellen. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Weiterbildungsformate und ein breites Seminarprogramm. Über ihre Tochtergesellschaft, den Sicherheitstechnischen Beratungsdienst STD GmbH, bietet die Innung zudem praxisnahe Unterstützung in Fragen der Arbeitssicherheit, etwa bei Gefährdungsbeurteilungen oder im Umweltschutz.
Der Bürgermeister zeigte sich besonders beeindruckt von der Kombination aus Tradition und Zukunftsorientierung: „Gerade in Zeiten des technologischen Wandels – etwa durch Elektromobilität und Digitalisierung – ist eine starke Innung ein entscheidender Partner für die Betriebe. Hier wird deutlich, wie wichtig Vernetzung, Weiterbildung und kompetente Beratung für die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks sind.“
