Minister und Bürgermeister besuchen Campus Maschinenbau
GARBSEN (stp). Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, hat heute gemeinsam mit Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano den Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover in Garbsen besucht. Empfangen wurden die Gäste von Dekanin Prof. Dr.-Ing. Annika Raatz, der Geschäftsführerin der Fakultät für Maschinenbau, Lisa-Lotte Schneider, sowie Prof. Dr.-Ing. Thomas Seel, Geschäftsführer des Instituts für Mechatronische Systeme. Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Forschungsprojekte, die Entwicklung moderner Robotiksysteme sowie die Bedeutung des Campus für Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation in Niedersachsen.
„Ich danke Minister Falko Mohrs herzlich für seinen Besuch in Garbsen und für sein großes Interesse an unserem Wissenschafts- und Innovationsstandort. Der Campus Maschinenbau zeigt eindrucksvoll, welche herausragende Forschung und Lehre hier in unserer Stadt stattfinden. Die Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Automatisierung und nachhaltige Produktion eröffnen enorme Chancen für die Zukunft. Mit dem geplanten One-Tech-Campus entsteht darüber hinaus ein Umfeld, das Forschung, Unternehmertum und Innovation noch enger miteinander verbindet. Das stärkt Garbsen als Wissenschaftsstandort und schafft beste Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum und technologische Fortschritte weit über die Region hinaus“, sagte Bürgermeister Claudio Provenzano.
Minister Mohrs zeigte sich erfreut über den Besuch in Garbsen und beeindruckt von den Forschungsleistungen sowie den innovativen Entwicklungen, die ihm auf dem Campus präsentiert wurden. Insbesondere die Fortschritte in den Bereichen Robotik, Automatisierung und intelligente Produktionssysteme verdeutlichten die hohe wissenschaftliche Kompetenz und Innovationskraft des Standortes. Während eines Rundgangs durch das Institut für Mechatronische Systeme und das Institut für Montagetechnik und Industrierobotik (MATCH) erhielten Minister Mohrs und Bürgermeister Provenzano Einblicke in die Forschung an intelligenten, autonomen und robotergestützten Systemen. Vorgestellt wurden unter anderem aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Robotik, automatisierte Produktion und Mensch-Maschine-Interaktion. Die Präsentationen verdeutlichten eindrucksvoll, wie stark sich die Technologien in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben und welche Potenziale sie für Industrie, Mobilität, Medizintechnik und nachhaltige Produktion bieten.
Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Forschungsbau SCALE über aktuelle Forschungsansätze für ressourcenschonende und nachhaltige Produktionsprozesse aus. Der Forschungsbau verfolgt das Ziel, skalenunabhängige Prozessketten zu entwickeln und damit neue Wege für hochwertiges Materialrecycling und eine zukunftsfähige industrielle Wertschöpfung zu schaffen.
Auch die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Hochschulstandortes wurden thematisiert. Die Vertreterinnen und Vertreter der Universität machten deutlich, dass insbesondere für internationale Studierende, die häufig nur für ein oder zwei Semester nach Garbsen kommen, ein hoher Bedarf an möblierten Einzimmer-Apartments besteht. Bürgermeister Provenzano betonte, dass die Stadt diese Herausforderung erkannt habe und bereits konkrete Lösungen auf den Weg bringe. So entsteht derzeit in der Garbsener Innenstadt am Rathaus neuer geförderter und bezahlbarer Wohnraum, der auch für Studierende geeignet ist. Darüber hinaus werden im neuen Wohnquartier Berenbostel-Ost in unmittelbarer Nähe zum Campus weitere Wohnungen geschaffen. Zudem ist auf dem Gelände des geplanten One-Tech-Campus ein Studentenwohnheim vorgesehen. Der Bürgermeister begrüßte den offenen Austausch zu diesem wichtigen Thema und machte deutlich, dass die Weiterentwicklung des Universitätsstandortes eng mit der Schaffung zusätzlichen studentischen Wohnraums verbunden ist. „Die Botschaft ist bei uns angekommen. Wenn der Hochschulstandort weiter wachsen und sich erfolgreich entwickeln soll, müssen wir auch das Thema studentisches Wohnen konsequent vorantreiben. Deshalb freue ich mich, dass wir uns heute auch über diese wichtige Zukunftsfrage austauschen konnten. Gleichzeitig sind wir bereits dabei, an verschiedenen Stellen in Garbsen konkrete Lösungen zu schaffen“, so Provenzano.
Der Campus Maschinenbau wurde im Jahr 2019 eröffnet und ist mit einer Hauptnutzfläche von rund 21.000 Quadratmetern das größte Neubauprojekt in der Geschichte der Leibniz Universität Hannover. Rund 5.300 Studierende und Beschäftigte lernen, lehren und forschen heute auf dem Gelände in Garbsen. Mit seinen Instituten, Forschungsbauten und modernen Lehr- und Kommunikationsgebäuden hat sich der Campus zu einem bedeutenden Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt.
Auch die zukünftige Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Garbsen spielte beim Besuch eine wichtige Rolle. Unmittelbar neben dem Campus soll in den kommenden Jahren der One-Tech-Campus entstehen. Das Projekt verfolgt das Ziel, innovative Start-ups, technologieorientierte Unternehmen und universitäre Ausgründungen in direkter Nachbarschaft zur Forschung anzusiedeln. Geplant sind moderne Arbeits- und Entwicklungsflächen, Gründungszentren, Werkstätten sowie Räume für Austausch und Zusammenarbeit. Damit soll ein Innovationsökosystem entstehen, das wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Produkte und Geschäftsmodelle überführt.
