Garbsener Sport-Club 67 e.V. Vereine

Vier GSC-Athleten, vier Geschichten – und ein rundum starker Auftritt beim Ironman 70.3 in Leipzig

Garbsener Sport-Club überzeugt bei der Premiere in Leipzig – schnelle Zeiten, persönliche Bestzeit und ein beeindruckendes Comeback

1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und zum Abschluss ein Halbmarathon – wer einen Ironman 70.3 in Angriff nimmt, braucht nicht nur Ausdauer, sondern auch mentale Stärke. Bei der Premiere des Ironman 70.3 in Leipzig stellten sich rund 2.500 Triathletinnen und Triathleten dieser Herausforderung. Unter ihnen: vier Athletinnen und Athleten des Garbsener Sport-Clubs 67 e.V.. Und sie alle hatten am Ende allen Grund, stolz auf ihren Wettkampftag zu sein.

Bei nahezu idealen Bedingungen ging es am Cospudener See zunächst ins Wasser. Um 8:15 Uhr fiel der Startschuss für die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke. Bei strahlendem Sonnenschein, aber zunächst noch frischen 15 Grad wechselten die Athletinnen und Athleten anschließend aufs Rad. Die 90 Kilometer lange Strecke führte kurvenreich durch das Leipziger Neuseenland und das Umland – und hatte mit kräftigem Wind eine zusätzliche Herausforderung parat.

Zum Abschluss wartete der Halbmarathon. Auf einem stimmungsvollen Drei-Runden-Kurs rund um das Leipziger Fußballstadion und entlang der Weißen Elster wurden die Sportlerinnen und Sportler von zahlreichen Zuschauern angefeuert. Der Zieleinlauf auf dem roten Teppich in der Quarterback Immobilien Arena bildete schließlich den emotionalen Schlusspunkt eines langen Wettkampftages.

Kovacik erneut schnellster GSC-Starter
Schnellster GSC-Athlet war einmal mehr Michal Kovacik. Mit einer starken Gesamtzeit von 4:23:17 Stunden bewältigte er die Mitteldistanz und belegte damit Rang 12 in der Altersklasse M40.

Auch Jens Pisareck zeigte eine überzeugende Leistung. Für ihn war Leipzig zugleich ein wichtiger Test auf dem Weg zu seinem nächsten großen Ziel: Im September steht für ihn der Ironman in Italien auf dem Programm. Mit einer Zeit von 4:53:52 Stunden und Platz 50 in der Altersklasse M45 konnte er den Wettkampf entsprechend zufrieden als gelungenen Formtest verbuchen.

34 km/h auf dem Rad – und eine neue persönliche Bestzeit

Besonders eindrucksvoll präsentierte sich Anja Seidel auf dem Rad. Mit einem Durchschnitt von 34 km/h fuhr sie die schnellste Radzeit ihrer Altersklasse und schuf damit die Grundlage für eine neue persönliche Bestzeit über die Mitteldistanz.

Nach 5:42:45 Stunden erreichte Seidel das Ziel und belegte damit Rang 11 in der Altersklasse W55. Eine starke Leistung, die sich zusätzlich auszahlte: Gemeinsam mit Michal Kovacik qualifizierte sie sich für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft 2027 in Chattanooga. Beide entschieden sich aus persönlichen Gründen jedoch gegen die Annahme ihres Startplatzes.

Nach zwei Jahren zurück an der Startlinie

Eine ganz besondere Geschichte schrieb Tanja Suchan. Nach einer zweijährigen gesundheitsbedingten Wettkampfpause stand sie in Leipzig erstmals wieder bei einem Triathlon an der Startlinie.

Für sie ging es deshalb um weit mehr als eine Platzierung. Es ging darum, wieder da zu sein, die Herausforderung anzunehmen und nach langer Pause die drei Disziplinen erneut gemeinsam zu bewältigen.

Mit einer Zeit von 6:01:32 Stunden erreichte Suchan souverän das Ziel und belegte Rang 20 in der Altersklasse W50.

Vier Starterinnen und Starter, vier unterschiedliche Ausgangslagen – und doch ein gemeinsames Erlebnis: der Moment, nach vielen Stunden Training und einer anspruchsvollen Mitteldistanz die Ziellinie zu überqueren.

Der Garbsener SC kann stolz auf seine vier Athletinnen und Athleten sein: auf starke Zeiten, persönliche Erfolge und vor allem auf den Mut, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Leipzig hat dabei eindrucksvoll gezeigt, was Triathlon ausmacht: Es geht um Geschwindigkeit und Platzierungen – aber genauso um Durchhaltevermögen, Leidenschaft und den ganz persönlichen Kampf gegen die Uhr und den eigenen inneren Schweinehund.