Stadt Garbsen setzt symbolischen Ersten Spatenstich
GARBSEN (stp). Mit dem heutigen symbolischen Ersten Spatenstich hat die Stadt Garbsen offiziell den Startschuss für den Erweiterungsbau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums an der Ludwigstraße gegeben. Mit dem dreigeschossigen Neubau wird die Zügigkeit des Gymnasiums von derzeit vier auf künftig fünfeinhalb Züge erhöht. „Mit dem Erweiterungsbau investieren wir gezielt in die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt und schaffen moderne, nachhaltige Rahmenbedingungen für kommende Generationen“, betonte Bürgermeister Claudio Provenzano.
Die Konstruktion erfolgt als Holzhybrid-Skelettbau mit Stahlverbundstützen an den Fassaden und Holzstützen im Innenraum. Diese Bauweise ermöglicht eine hohe Grundrissflexibilität und unterstützt nachhaltiges Bauen. Der rund 85 Meter lange und 32 Meter breite Neubau wird in Ost-West-Richtung ausgerichtet und ergänzt somit harmonisch die Form des Bestandsgebäudes. Als leicht geschwenkter Riegel eröffnet er einen neuen Pausenbereich, der multifunktional in die Außenanlagen integriert wird. „Geschaffen wird eine flächeneffiziente und kompakte Lösung. Außen setzen wir den städtebaulichen Bestand gekonnt fort, innen wird eine hohe Nutzungsflexibilität geboten“, so Stadtbaurat Olaf Freitag.
Eine dreigeschossige Halle mit Bühne und Sitzstufen bilden im Inneren das Herzstück. Fünf sogenannte Lerncluster, jeweils an den Stirnseiten angeordnet, gruppieren Unterrichtsräume um eine zentrale Mitte und ermöglichen flexible, zukunftsorientierte pädagogische Konzepte. Zwei Innenhöfe sorgen für Tageslicht. Bibliothek, Musik-, Kunst- und Werkräume finden in der zentralen Mittelzone ihren Platz. „Die Nutzungsflexibilität, die wir hier schaffen ist für ein modernes, neues Schulgebäude zukunftsweisend“, sagte Provenzano.
Der Erweiterungsbau strebt eine DGNB und QNG-Zertifizierung als klimafreundlicher Neubau an. Für die Wärmeerzeugung wird Geothermie genutzt. Eine Fußbodenheizung sorgt im Winter für Wärme und ermöglicht im Sommer eine Temperierung. Das Regenwasser der Dachflächen wird gesammelt und für die Versorgung der Toiletten, Urinale sowie Außenzapfstellen genutzt. Auf dem Dach ist zudem eine Photovoltaikanlage vorgesehen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach aktueller Berechnung auf rund 48,23 Millionen Euro brutto. Über das Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude – Kommunen“ der KfW erhält die Stadt Garbsen eine Zuwendung in Höhe von 1,875 Millionen Euro. Für das gesamte Bauvorhaben ist eine voraussichtliche Realisierungszeit von knapp drei Jahren geplant.
