Kommunales Kultur

Leselust nach Leipzig

Nach einer entspannten Zugfahrt von Hannover nach Leipzig begann der Tag für 19 Mitglieder des Vereins „Leselust in Garbsen“ in der sächsischen Metropole, die uns mit einer faszinierenden Mischung aus Geschichte und lebendiger Gegenwart empfing.

Eine Stadtführung führte uns durch das kompakte und pulsierende Zentrum Leipzigs. Wir bestaunten die prachtvollen, restaurierten historischen Messehäuser und Passagen, die vom Glanz Leipzigs als bedeutende Messe- und Handelsstadt zeugen. Die Architektur der Geschichte und die moderne Umgestaltung der Innenstadt nach der Wiedervereinigung zeigten uns, wie Leipzig sich seit 1990 entwickelt hat. Aber auch die große Bedeutung als Musikstadt (Bach, Mendelssohn, Gewandhaus) war an vielen Ecken spürbar.

Ein besonders bewegender Schwerpunkt der Führung lag auf der Friedlichen Revolution von 1989. Die Nikolaikirche war hierbei ein zentraler und unvergesslicher Schauplatz.

Passend zur Jahreszeit tauchten wir in die festliche Stimmung der Weihnachtsmärkte ein. Der Leipziger Weihnachtsmarkt, einer der ältesten und größten in Deutschland, stellte auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus und in den umliegenden Gassen mit seinem bunten Treiben und dem Lichterglanz einen schönen Kontrast zu den ernsten historischen Stätten dar

Der gelungene Abschluss des Tages war der Besuch in Auerbachs Keller.

Einen besonderen Höhepunkt dieser Reise bildete der Besuch und die Führung in der Deutschen Nationalbibliothek. Hier werden seit 1913 alle Schriften und Veröffentlichungen in deutscher Sprache aus dem In-und Ausland gesammelt und archiviert.

Anschließend ging es zum mdr-Tower, von dem man aus120 Metern Höhe einen fantastischen Blick über die ganze Stadt erhält. Einen entspannten Tagesabschluss bescherte uns der Besuch im Kabarett „Sanftwut“ mit einem „frisch-fröhlichen“ Jahresrückblick.

Bei einem Aufenthalt in Leipzig darf aber auch das musikalische Erbe nicht ausgelassen werden. Hier gelangte besonders die Thomaskirche durch das Wirken von Johann Sebastian Bach zu Berühmtheit. Mit Musik ist diese Kirche seit 800 Jahren verbunden, denn schon mit dem ersten Bau von 1212 wurde der berühmte Thomanerchor gegründet, den auch Bach in seiner Zeit als Kirchenkantor dirigierte.

Die dreitägige Reise nach Leipzig war geprägt von tiefen Einblicken in die deutsche Literaturgeschichte, beeindruckenden Stadtansichten und einem reichen kulturellen Erbe.

Die neuen Eindrücke aus Leipzig könnten ein inspirierender Anstoß für das nächste Ziel sein, das sowohl historische Lesekultur als auch zukunftsweisende Aspekte des Lesens beleuchtet.

Nach den Besuchen von Weimar, Berlin, Mainz und Leipzig könnte Frankfurt dieses Ziel sein, da Frankfurt die größte Buchmesse beherbergt und hier Geschichte mit der  Gutenberg Nähe und die Zukunft des Lesens mit der Digitalisierung und den internationalen Verlagen aufeinandertreffen.