Kommunales

Stadt plant Schließung von zwei Flüchtlingsunterkünften

Pachtvertrag und Mietverhältnis sollen regulär auslaufen

GARBSEN (stp). Die Verwaltung plant, die Flüchtlingsunterkünfte Im Hespe in Berenbostel und an der Hauptstraße in Osterwald aufzugeben. „Wir halten unsere Zusagen über die Betriebsdauer von Geflüchtetenunterkünften ein. Als Bürgermeister schlage ich der Politik vor, die Unterkünfte zu schließen. Wir haben aufgrund der geringeren Zuweisungen und der Kapazitäten in anderen Einrichtungen die Möglichkeit, die Flächen zurückzugeben. Für mich ist es ein wichtiges Zeichen: Die Stadt Garbsen hält die gemachten Zusagen gegenüber den Anwohnern ein“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano.

Die Stadt Garbsen hat seit 2014 insgesamt 2.947 Geflüchtete von der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen zugewiesen bekommen. Die Vorjahresquote ist erfüllt. Aktuell leben 241 Personen in Gemeinschaftsunterkünften im Stadtgebiet. Nicht alle Unterkünfte sind voll belegt.

Im Hespe wird nach der aktuellen Planung der Pachtvertrag, der noch bis Ende August 2026 besteht, nicht verlängert. Für die Unterkunft an der Haupstraße läuft der Mietvertrag Ende Februar 2026 aus. Für die Menschen, die derzeit noch in diesen beiden Unterkünften leben, wird die Stadt Garbsen eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft in der Stadt organisieren. Für die Schließung beider Unterkünfte wurden nunmehr Beschlussvorlagen für die jeweiligen Ortsräte vorbereitet, so dass diese angehört werden können.